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Ein Bericht von Katja-Weber-Diedrich

Aus dem Tierheim in die Trainingshalle

Die Rettungshundestaffel des ASB Helmstedt bildet heimatlose Vierbeiner aus, um sie später besser vermitteln zu können.

Foto: Katja Weber-Diedrich

Wir sind wirklich sehr dankbar über dieses Angebot, denn das tut den Tieren so gut“, freut sich Julia Henninges, die als Mitarbeiterin des Helmstedter Tierheims für ein Projekt mit der Rettungshundestaffel des ASB-Kreisverbandes Helmstedt zuständig ist. Die Kooperation ist einer Idee des Rettungshunde- und Mantrailerstaffelleiter Henning Thiele entsprungen, der den Hunden gern eine Abwechslung vom oft tristen Tierheim-Alltag bescheren wollte. 

Als Bonus lernen die Tiere das richtige Verhalten in verschiedensten Situationen, was ihnen wiederum zugutekommt, wenn sie an ein neues Herrchen oder Frauchen vermittelt werden sollen. Insbesondere das sogenannte Mantrailing - das Suchen von Menschen anhand verschiedener Gerüche - komme Tierheimhunden zugute. Sie werden dadurch menschenbezogener und ihr Sozialverhalten wird gefördert. 

Gleichzeitig würden die Übungsstunden den Menschen weiterhelfen, die sich um die Vierbeiner kümmern, ergänzt Julia Henninges die Ausführungen Henning Thieles.  „Wir lernen viel dabei. Etwa wie ein Hund typischerweise auf eine bestimmte Aktion reagiert und warum er das tut“, freut sie sich. Deshalb sind nicht nur die hauptamtlichen Mitarbeitenden des Tierheims bei dem Kooperationsprojekt mit im Boot, sondern ebenso die ehrenamtlichen Helfenden. 

Swenja Boekholt zum Beispiel unterstützt das Tierheim in den sozialen Medien und betreut die Internetseite. Zugleich geht sie mit den Hunden Gassi und weiß, dass schon das allein den Tieren guttut. Wenn sie mit Maja die aufgebauten Geräte ansteuert, um im Team die gestellten Aufgaben zu meistern, sieht man beiden die Freude daran an.  

Kommt dann noch „Kopfarbeit“ dazu, die beim Mantrailing notwendig ist, um einen Menschen anhand seines Geruches zu finden, können die Hunde einmal ganz vom Tierheimalltag abschalten. 

 In der Gruppe, die donnerstags beim ASB übt, sind nicht nur die Tierheimhunde und ihre Betreuer vertreten, sondern zugleich die „normalen“ Mitglieder der Rettungshundestaffel. 

„So sind wir eine homogene Gruppe“, freut sich Henning Thiele über das Miteinander. Denn auf diese Weise würden erfahrene Tierführer und Mantrailer die jüngeren, neueren anleiten.

„Wir unterstützen uns alle gegenseitig, dadurch sind wir eine schöne Gemeinschaft.“

Die Rettungshundestaffel des ASB bildet Vierbeiner insbesondere im Mantrailing aus. Dafür wird an inzwischen sieben Altenheimen im Kreisgebiet geübt sowie in der Helios Klinik in Helmstedt. 

Mit der Rettungshundearbeit sollte früh begonnen werden, wenn Prüfungen abgelegt werden sollen und Ähnliches. Schon ab dem Welpenalter ist dies möglich und richtig, da die Ausbildung rund zwei Jahre in Anspruch nimmt. 

Neben Erster Hilfe am Mensch und am Hund umfasst das Training fachspezifisches Wissen um Einsatztaktik, Orientierung im Gelände und Sprechfunk. Am Ende der Ausbildung steht eine Prüfung, die alle 18 Monate wiederholt wird.

Grundsätzlich eignet sich jede Hunderasse für diese Arbeit. Und Hunde haben große Freude daran, wie Maja anzusehen war.

Wer mehr erfahren möchte, findet Informationen im Internet unter www.asb-helmstedt.de oder kann sich unter der Telefonnummer 05351/5533927 sowie per E-Mail an eJ1qAGgEY%6fHlZ[&K`4|3BSy]#[NS$Z%&T%pc*IPU@Hq?Uta'K4_ an Henning Thiele beim ASB wenden.

Besuchen Sie hier die Internetseite Tierheim Helmstedt